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Ruch Bedachungen und Bauspenglerei
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Geschichte der handgespaltenen Holzschindel

 

Lange vor der Verwendung der heutigen Bedachungsmaterialien wie Tonziegel, Faserzement oder Blech deckten unsere Vorfahren ihre Dächer mit Holzschindeln.

Die Sprachwissenschaft vermutet, dass etwa im 6. Jahrhundert das Wort Schindeln aus dem lateinischen "scindula" übernommen wurde. Als der Mensch begann, Werkzeuge zu entwickeln sind, wie von Wissenschaftler vermutet wird, bereits die ersten Holzschindeln entstanden.

Parallel zur Entwicklung der Menschheit wurde auch die Bautechniken mit den dazugehörenden Materialien verfeinert. Durch grosse Holzvorkommnisse waren die Schindeln ein gutes und günstiges Baumaterial und sind es bis in die heutige Zeit geblieben.

Den Wert der Schindeln versuchte man durch grössere Wiederstandsfähigkeit zu erhöhen. Durch den Gebrauch stellten die Menschen fest, dass der Rauch des offenen Herdfeuers das Holz wesentlich haltbarer und feuersicherer machte.

Bei einem Schindelndach wurde, durch das Fehlen der Kamine, dieser Vorgang automatisch wiederholt. Der Rauch musste durch die Ritzen der Dacheindeckung abziehen, und machte die Schindeln sicherer.

Durch Funde aus der Zeit der Römer war zu erkennen, dass sich die Werkzeuge zur Schindelherstellung wie auch die Schindel selber sich bis heute kaum verändert haben.


Mit dem Streben des Menschen nach einer behaglichen Behausung kam die Erkenntnis das mehrere und dünnere Schichten übereinander und die Verschindelung ganzer Häuser zu einer besseren "Winddichtung" und "Wärmedämmung" führt.

Im 12. Jahrhundert wurden die ersten Dachziegel erstellt sie hatten den grossen Vorteil zur Schindel den er war feuerbeständig. Der Höhepunkt der Dachschindel war erreicht. 

Nach dem im 13. und 14. Jahrhundert ganze Städte verbrannten, wurde durch Feuerverordnungen das Eindecken des Daches mit Schindeln in den Städten verboten. Aber auf dem Lande wurde die Schindel weiterhin als günstig und gutes Dachmaterial genutzt. Ein weiterer Rückgang war zur Zeit der Renaissance als bei den Reichen ein Schindeldach als armselig und erbärmlich angesehen wurde.

Durch die umweltgerechte Herstellung der Schindeln, ohne jegliche chemische Zusätze wird dieses Material wieder geschätzt. Um altes Kunst-Handwerk und Brauchtum hautnah zu erleben empfehlen wir Ihnen einen Besuch im Freilichtmuseum Ballenberg bei Brienz / BE.